zähneknirschen und magnesiummangel

Eine erhöhte Grundspannung der Muskulatur und des Nervensystems ist häufig mit einem Magnesiummangel assoziiert. Magnesium spielt eine zentrale Rolle bei der neuromuskulären Reizübertragung und der Muskelentspannung. Ein Defizit kann daher zu einer gesteigerten Muskelanspannung führen – auch im Bereich der Kaumuskulatur – und sich unter anderem in Krampfneigung, Spannungskopfschmerzen, Migräne, Durchblutungsstörungen, erhöhtem Blutdruck sowie Zähneknirschen oder -pressen (Bruxismus) äußern.

Darüber hinaus ist Magnesium auf zellulärer Ebene essenziell für die Energiegewinnung in den Mitochondrien, den „Kraftwerken“ der Zellen. Eine unzureichende Magnesiumversorgung kann die Regenerationsfähigkeit von Muskel- und Nervenzellen beeinträchtigen. Unsere klinische Erfahrung zeigt, dass viele Patienten, die Magnesium regelmäßig als Nahrungsergänzung einnehmen, über eine deutliche Reduktion der genannten Symptome berichten – insbesondere auch im Hinblick auf nächtliches Zähneknirschen.

Magnesium kommt in der Natur nicht als freies Metall vor, sondern ausschließlich in chemischen Verbindungen, da es hochreaktiv ist. Auch im menschlichen Körper wird Magnesium nur in gebundener Form verwertet. Zur Supplementierung stehen daher verschiedene Magnesiumsalze zur Verfügung. Gängige Verbindungen sind unter anderem Magnesiumcarbonat und Magnesiumcitrat. Magnesiumcarbonat findet sich häufig in Brausetabletten. Magnesiumcitrat weist eine gute Bioverfügbarkeit auf und wird vom Körper in der Regel zuverlässig aufgenommen. Aufgrund seiner guten Löslichkeit und organischen Bindungsform eignet es sich besonders für eine praktikable und effektive Supplementierung.

Der Magnesiumspiegel kann labordiagnostisch bestimmt werden, wobei zu berücksichtigen ist, dass der Serumwert nur eingeschränkt Rückschlüsse auf die tatsächliche intrazelluläre Versorgung zulässt. Da Magnesium in angemessener Dosierung ein günstiges Sicherheitsprofil besitzt und Überdosierungen in der Regel lediglich zu weicherem Stuhl oder Durchfall führen, empfehlen wir eine regelmäßige, langfristige Einnahme von Magnesium. Bewährt hat sich insbesondere Magnesiumcitrat als Basisform; ergänzend können – je nach individueller Situation – auch Magnesium-L-Threonat oder Magnesiummalat sinnvoll sein.

  • Tagesdosis in der Regel mindestens 400 mg
  • individuell dosiert, orientiert an der persönlichen Verträglichkeit
  • bevorzugt abends einnehmen

Da wir regelmäßig nach konkreten Produktempfehlungen gefragt werden, nennen wir exemplarisch mehrere gängige Präparate unterschiedlicher Hersteller. Die Auswahl erfolgt ausschließlich nach Zusammensetzung und Bioverfügbarkeit, nicht aus wirtschaftlichen Gründen:

  • BiOptimizers Magnesium Breakthrough – Kombinationspräparat aus mehreren Magnesiumverbindungen (zu beziehen z. B. bei Amazon.de)
  • power magnesium (zu beziehen bei www.strunz.com)
  • Vitamag 300 (zu beziehen in Ihrer Apotheke)
  • Magnesium-Pur (zu beziehen bei www.magnesium-pur.de)
  • Magnesium Verla 400 (zu beziehen in Ihrer Apotheke)

Die Wirkung stellt sich in der Regel nicht unmittelbar ein, sondern erst nach etwa drei bis vier Wochen kontinuierlicher Einnahme. Geduld und Regelmäßigkeit sind daher entscheidend.