schöne zähne aus dem computer

computer-unterstützte planung und herstellung von reinkeramik-zahnfüllungen und zahnersatz

Wie schnell ist es passiert: ein Sportunfall, ein zufälliger Biss auf ein Steinchen, eine abgebrochene oder undichte Amalgamfüllung? Oder einfach nur der Wunsch nach schönen Zähnen und einem gewinnenden Lächeln.

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[caption id="attachment_5391" align="alignnone" width="580"]Kronenfraktur II. Grades an Zahn 11 infolge Trauma Kronenfraktur II. Grades an Zahn 11 infolge Trauma[/caption]

[caption id="attachment_5393" align="alignnone" width="580"]Mit einem Keramikinlay unsichtbar reparierter Schneidezahn Mit einem reinkeramischen, computergenerierten CAD/CAM-Eckenaufbau minimal invasiv restaurierter Schneidezahn 11[/caption]


Dank modernster Computertechnik haben wir heutzutage die Möglichkeit, Ersatzteile für verlorengegangene Zahnsubstanz im sog. CAD/CAM-Verfahren herzustellen.

Dabei werden die betroffenen Zähne mit einer speziellen 3D-Kamera (CEREC AC Bluecam von Sirona) direkt im Mund aufgenommen. Der bislang übliche Abdruck mit Silikonmasse kann in vielen Fällen entfallen.

Die 3D-Aufnahmen der Zähne samt Gegenbezahnung und Bissverschlüsselung werden im Computer zu einem virtuellen 3D-Modell zusammengesetzt und in 80- bis 100-facher Vergrößerung auf dem Computerbildschirm dargestellt.

Dort werden dann die fehlenden Zahn-Anteile im CAD-Verfahren (CAD= Computer Aided Design) konstruiert, die Kontakte zu Nachbar- bzw. Gegenzähnen dargestellt und angepasst, der Biss bzw. die Kautätigkeit des Patienten am Bildschirm simuliert etc.

In unserem zahntechnischen Labor erstellte CAD-Konstruktion mit semitransparenten Restaurationen. Man kann die präparierten Pfeiler und 2 Implantate erkennenIn unserem zahntechnischen Labor erstellte CAD-Konstruktion mit semitransparenten Restaurationen. Man kann die präparierten Pfeiler und 2 Implantate erkennen[/caption]

In unserem zahntechnischen Labor erstellte CAD-Konstruktion mit visualisierten OkklusionskontaktenIn unserem zahntechnischen Labor erstellte CAD-Konstruktion mit visualisierten Okklusionskontakten[/caption]

Es entsteht ein sog. virtuelles 3D-Modell (also ein dreidimensionaler Datensatz) des anzufertigenden Teils. Dieses wird an eine computergesteuerte Fräsmaschine übertragen, die aus einem kompakten Materialblock (meistens einer speziellen Keramik passender Härte und Farbe) im CAM-Verfahren (CAM=Computer Aided Manufacturing) das gewünschte Objekt herausfräst.

An Materialien kommen im Prinzip alle für die Anwendung in der Mundhöhle zugelassene Werkstoffe in Frage, also diverse Keramik-Arten (z.B. Lithiumdisilikat-, Feldspat-, Zirkonoxid-Keramiken), Gold, Titan, Edelstahl etc.

In den allermeisten Fällen entscheidet man sich für eine spezielle Keramik, deren Festigkeitswerte dem Originalzahn in nichts nachstehen und zudem optisch dem Zahn und der Konstruktion angepasst sind.

Keramik ist ein Naturstoff und ist deshalb absolut körperverträglich. Die Keramik verhält sich wie gesunder Zahnschmelz, reagiert nicht auf kalt oder heiß und ist geschmacksneutral, da keine Wechselwirkungen mit anderen Zahnfüllungen im Mund auftreten.
Das dreidimensionale Scannen der Zähne und das computergestützte Konstruktionsverfahren erlauben es z.B., dass die Originalform intakter Zähne der gleichen Mundhöhle auf die zu ersetzenden Areale kopiert bzw. gespiegelt werden können. Das bringt den Vorteil, dass der „reparierte“ Zahn die identische Form seines gesunden Nachbarn bzw. seines spiegelbildlichen Gegenübers erhalten kann.
Es wäre auch denkbar, die gesunden Zähne eines Patienten vorsorglich „auf Vorrat“ zu scannen, so dass deren Form für den „Notfall“ (z.B. Unfall, Karies etc.) gespeichert bleibt, um dann ein möglichst originalgetreues Abbild herstellen zu können.

Nach dem Fräsen werden die Restaurationen individualisiert, d.h. vom Zahntechniker bemalt, glasiert, kristallisiert, gesintert, vorbeschichtet und erhalten so ihre definitive Ästhetik und perlmuttartigen, zahntypischen Glanz.

Das computergestützte Fräsen aus einem kompakten Materialblock bringt folgende Vorteile:

  • Bislang unerreichte Materialfestigkeitswerte, da das Ausgangsmaterial unter Industriebedingungen (großer Druck und Hitze) hergestellt werden kann
  • Unübertroffene Ästhetik, da das eintreffende Licht ungehindert den Zahn samt Restauration durchfluten kann und so „von innen heraus“ leuchtet.
  • Weniger Material-Übergänge und –Schichten
  • Möglichkeit, identische Teile fräsen zu können (im Reparaturfall), da der elektronische Datensatz gespeichert bleibt
  • Kostenersparnis durch Verzicht auf Edelmetall-Gerüste (die unter „normalen“, herkömmlichen Verblend-Keramikkronen verwendet werden)
  • Bessere thermische Isolation des Zahnes vor Wärme- und Kälteeinwirkung von außen
  • Bessere Verklebung des Ersatzstückes mit dem Originalzahn durch adhäsive Verbundtechnik, dadurch lange Haltbarkeit

Das Prinzip der computergesteuerten Füllungs- bzw. Zahnersatzherstellung ist bereits seit vielen Jahren durch unzählige wissenschaftliche Studien und erfolgreiche Versorgungen weltweit erprobt. Die Methode und die dabei eingesetzten Materialien sind ausgereift.
Besonders hervorzuheben ist die Fähigkeit der CEREC- und inLAB-Softwares von Dentsply-Sirona, die Kauflächen nicht etwa wie bei anderen Systemen aus einer Standard-Bibliothek zu entnehmen sondern diese durch „Biogenerik“ individuell zu errechnen, um sie so dem Restzahnbestand des Patienten anzupassen bzw. von gesunden Zähnen zu übernehmen, so dass eine harmonische Einheit zwischen Original und Ersatz entsteht.

Einzelne Zähne können dank modernster CAD/CAM-Technik innerhalb kürzester Zeit, manchmal sogar in einer Sitzung bzw. am gleichen Tag mit perfektem Ergebnis restauriert werden. Dies erfordert neben der technischen Ausrüstung und langjähriger Erfahrung im Umgang mit dieser Technik eine perfekte Organisation und Synchronisation des gesamten Behandlerteams. Der Vorteil der Schnelligkeit wird durch den routinierten Umgang mit aufwändigster Technik erlangt.

In unserer Praxis und unserem Labor wird diese Technik seit Jahren konsequent und begeistert umgesetzt. Wir beteiligen uns aktiv an der Weiterentwicklung moderner Behandlungsmethoden im Rahmen von Forschungs-, Entwicklungs- und Lehrtätigkeit.